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23.02.2017: Testkäufe Kanton Bern: Jeder dritte Jugendliche erhielt Alkohol oder Tabak

Das Blaue Kreuz hat 2016 in 37 Gemeinden insgesamt 313 Tabak- und Alkoholtestkäufe durchgeführt. Geprüft wurde, ob die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen hinsichtlich Alkohol- und Tabakverkauf eingehalten werden. Dabei wurde jedem dritten Jugendlichen widerrechtlich Alkohol oder Tabak verkauft.

Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF), führte das Blaue Kreuz Tabak- und Alkoholtestkäufe durch. In verschiedenen Verkaufsstellen (Restaurants, Bars, Kiosks, Imbisse und Läden) versuchten speziell instruierte, minderjährige Jugendliche in Begleitung von Fachleuten, Alkohol, Tabak zu kaufen.

In 24 von 96 Fällen (25%) gelang es den unter 18-jährigen Testkäufern, Tabakwaren zu kaufen. Beim Alkohol erhielten 70 von 216[WM1]  Jugendlichen das gewünschte Produkt (32%). Verglichen mit dem Vorjahr fällt das Resultat leicht schlechter aus. Die Testkaufresultate werden[WM2]  dem Regierungsstatthalteramt weitergeleitet. In der Regel werden die Betriebe verwarnt. Bei wiederholtem Fehlverhalten können auch weitere Massnahmen erfolgen, wie beispielsweise der Besuch einer Jugendschutzschulung oder ein Alkoholverbot von bis zu drei Monaten.

Der wöchentliche Alkoholkonsum unter den Jugendlichen ist in den letzten Jahren erfreulicherweise stetig gefallen. So ist beispielsweise der Anteil der 15-Jährigen, welche mindestens einmal wöchentlich Alkohol konsumieren, von rund 19,8 Prozent (2010) auf 8 Prozent (2014) gesunken. Nach wie vor beunruhigend sind hingegen die Zahlen zum Rauschtrinken. So tranken sich 2015 13 Prozent der 15 bis 19-jährigen zumindest monatlich in einen Rauschzustand. Es braucht deshalb neben den Testkäufen weitere Anstrengungen.

02.02.2016: Neues Hilfsmittel zur Umsetzung des Jugendschutzes für Festveranstalter

Wer ein Fest organisiert, muss sich nebst Programmgestaltung, Personalplanung, Technik, Verpflegung etc. auch Gedanken zur Einhaltung des Jugendschutzes bei Alkohol und Tabak machen. Das Blaue Kreuz Bern hat dazu einen Leitfaden entwickelt, der die wichtigsten Massnahmen kurz und übersichtlich beschreibt. Ein Informationsblatt für das Bar- und Servicepersonal ergänzt das Angebot und bietet insbesondere für Personen im Verkauf hilfreiche Tipps rund um die Abgabe von Alkohol und Tabak. Jugendschutzbestimmungen sind keine Frage des Goodwills, sondern Teil der gesetzlichen Bestimmungen, die zum Wohl der Jugend in jedem Fall einzuhalten sind. Der Leitfaden soll Festveranstalter in ihrer Planung und Umsetzung unterstützen. Er kann zusammen mit dem Informationsblatt für das Bar- und Servicepersonal und weiteren Jugendschutzmaterialien auf www.jugendschutzbern.chheruntergeladen oder im Webshop kostenlos bestellt werden. Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) stellt das Blaue Kreuz ein umfassendes Angebot im Bereich Jugendschutz zur Verfügung.

Leitfaden für Festveranstalter

Infos für Bar- und Servicepersonal

27.05.2015: Jeder dritte Tabaktestkauf in Biel „erfolgreich“

Im Rahmen eines Monitorings hat das Blaue Kreuz Bern in der Stadt Biel Tabaktestkäufe durchgeführt. Erfreulicherweise haben 12 der 18 getesteten Betriebe die Jugendschutzbestimmungen eingehalten. 6 Mal wurde den 15-jährigen Jugendlichen Zigaretten verkauft.

Testkäufe mit Jugendlichen zeigen auf, wo die bestehenden Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden und wo Verbesserungsbedarf besteht. Sie dienen einerseits zur Kontrolle der Einhaltung des Gesetzes und ermöglichen andererseits eine statistische Auswertung über die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen.

In der Stadt Biel wurden 9 Detailhändler/Kioske, 1 Tankstelle und 8 Restaurants/Bars getestet. Handlungsbedarf besteht bei den Restaurants und Bars (5x verkauft). Grössere Anstrengungen braucht es vor allem in der Schulung der Mitarbeitenden. Sie müssen die Alterslimite zum Verkauf von Alkohol und Tabak kennen und auch wissen wie reagieren, wenn jemand diese nicht erfüllt. Vorgesetzte machen sich strafbar, wenn sie ihre Mitarbeitenden nicht ausreichend über die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen informieren.

Die rechtlichen Jugendschutzbestimmungen sind Bestandteil schweizerischer und kantonaler Gesetze und Verordnungen. Sie wurden erlassen, um die Gesundheit der Jugendlichen zu schützen. Der Körper reagiert im Wachstum besonders sensibel auf Alkohol und Tabak. Regelmässiger sowie übermässiger Konsum verändert das jugendliche Gehirn nachhaltig und negativ. Zudem vergrössert sich bei einem frühen Konsum das Risiko einer späteren Suchtentwicklung. Deshalb stellt das Blaue Kreuz Bern  im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) ein ganzheitliches Jugendschutzangebot zur Verfügung mit den Bereichen Information, Unterstützung und Wirkungsmessung.

Auskünfte:

  • Karin Hegnauer, Co-Leiterin Jugendschutz Alkohol und Tabak, Tel. 031 398 14 56, E-Mail

 

09.02.2015:  Neue Jugendschutz-Website für Alkohol und Tabak

Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern stellt das Blaue Kreuz auf www.jugendschutzbern.ch ein umfassendes Angebot im Bereich Jugendschutz zur Verfügung. Auf der Plattform werden die verschiedenen Jugendschutzangebote gebündelt und dem aktuellen Stand angepasst präsentiert. Die Website enthält Informationen zum Jugendschutz und Unterstützungsmöglichkeiten für Veranstalter, Gastronomen, Detailhändler und Behörden. Zudem wird die Überprüfung der Wirksamkeit von Jugendschutzmassnahmen durch Monitorings und Testkäufe publik gemacht. Neu übernimmt das Blaue Kreuz die Website und den Versand von Jugendschutzmaterialien von der Berner Gesundheit, die weiterhin die Gemeinden in Fragen kommunaler Gesundheitsförderung und Prävention unterstützt. Mit der Website soll das Thema Jugendschutz in der Öffentlichkeit noch besser wahrgenommen werden. Zugleich soll die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen im Bereich Ausschank, Verkauf und Weitergabe von Alkohol und Tabak unterstützt werden.

Auskünfte:

  • Karin Baumgartner, wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung Gesundheitsförderung und Sucht, Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Tel. 031 633 78 49 (erreichbar: Montag, 9. Februar 2015 von 10.00 bis 12.00 Uhr)
  • Mike Neeser, Co-Leiter Jugendschutz Blaues Kreuz Bern, Tel. 031 398 14 57
  • Maya Mezzera, Leiterin Bereich Sozialraum Berner Gesundheit, Tel. 031 370 70 97

Diese Medienmitteilung können Sie auch hier aufrufen: www.be.ch/medienmitteilungen

Medienkontakte

Blaues Kreuz Bern

Karin Hegnauer
031 398 14 56
E-Mail

www.be.suchtpraevention.org

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